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Werkstoffe

Magnetwerkstoffe

Neben den klassischen Rohmaterialen existieren weitere Magnetwerkstoffe für Dauermagnete. Diese werden aus Kunststoffen oder Elastomeren hergestellt denen ein Rohmaterialpulver (NdFeB oder Hartferrit) beigemengt wird

1. Kunststoffgebundene gepresste Magnetwerkstoffe auf NdFeB-Basis (Bramag NP) bestehen aus einer Kunststoffmatrix, die mit Neodym-Pulver versetzt und zu Formteilen gepresst wird. Auf Grund der vorliegenden Isotropie kann die Magnetisierung frei gewählt werden. Die relativ hohe Koerzitivfeldstärke ermöglicht dünne Wandungen.

2. Spritzgepresste kunststoffgebundene Magnete (Feplast/Neoplast) sind Compositmaterialien aus einer Kunststoffmatrix (z.B. Polyamid, PPS) und Hartferrit- bzw. NdFeB-Pulver. Mittels Spritzpressverfahren lassen sich komplexe Bauteile herstellen. Auch das Umspritzen von magnetischen Bauteilen ist möglich. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Serienfertigung komplexer Formen mit engen Toleranzen.

3. Magnetischwerkstoffe auf Elastomerebasis (Flexam/Flexor/Isoflex) bestehen aus synthetischen „Gummi“ und Hartferrit-Pulver. Sie eignen sich zur Herstellung von flexiblen Materialien wie Bänder, Rollen und Platten. Sie sind entweder isotrop (bessere Magnetisierungsmöglichkeiten) oder anisotrop (höhere Remanenz). Die Magnetisierung ist vergleichsweise schwach, kann aber durch die Größe des verwendeten Materials hohe Haftkräfte erreichen.

4. Aus diesen Magnetwerkstoffen und den Rohmagneten können verschiedene mit Hilfe von Eisenmaterialien anwendungsspezifische Magnetsysteme u.A. in den Bereichen Verschlüsse, Sensorik und Haftanwendungen, sowie Rotoren und Motoren hergestellt werden.