Rohmaterialien
Rohmaterialien für Dauermagnete lassen sich in vier Stoffgruppen unterteilen:
Hartferrite werden aus Eisenoxid und Barium- bzw. Strontiumcarbonat im Sinterverfahren hergestellt. Als Produkt entsteht der hartmagnetische Werkstoff BaFe12O19 bzw. SrFe12O19. Ferrite sind vergleichsweise günstig und haben eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Im Vergleich zu den folgenden Rohstoffen besitzen sie eine geringe Remanenz (Br) und Energiedichte (BxH).
AlNiCo bestehen aus einer Legierung aus Aluminium, Nickel, Cobalt und Eisen. AlNiCo-Magnete werden im Gussverfahren unter Anlegen eines Magnetfeldes hergestellt. Die Vorteile dieses Werkstoffes sind die hohe Remanenz und die Einsetzbarkeit bei hohen Temperaturen bei geringem Temperaturkoeffizient. Auf Grund der geringen Koerzitivfeldstärke entmagnetisieren.
SmCo (Bramag S) gehören zu den Seltenerdmagneten. Sie werden im Sinterverfahren hergestellt und bestechen durch relativ gute magnetische Eigenschaften bei guter Temperaturbeständigkeit. Samarium-Cobalt-Magnete sind im Vergleich zu NdFeB-Magneten teurer.
NdFeB (Bramag N) sind zusammen mit Hartferriten die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Magnete. Sie zeichnen sich durch besonders hohe magnetische Werte bei Raumtemperatur aus. Nachteilig ist ihre geringe Korrosionsbeständigkeit, die mit verschiedenen Beschichtungen kompensiert werden kann.
Hartferrite, SmCo- und NdFeB-Pulver können zudem mit Kunststoffen oder Elastomeren zu weiteren permanentmagnetischen Werkstoffen verarbeitet werden.