Auswahlkriterien
Die Auswahl des Magneten bzw. des Magnetsystems richtet sich nach den Anforderung, die an das Material gestellt werden. Sie ergeben sich unter anderem aus Anwendung, Umgebungsbedingungen und Kosten.
In der folgenden Tabelle aus der Rubrik „magnetische und physikalische Eigenschaften“ erhalten Sie einen Überblick über die Stärken und Schwächen der verschiedenen Magnetwerkstoffe.
Die Remanenz Br eines Magnetwerkstoffes gilt als das Maß für die „Stärke“ eines Magnetwerkstoffes. Sie beschreibt die magnetische Flussdichte, die ein Material nach Entfernen eines äußeren Magnetfeldes beibehält. Sie ist proportional zur Magnetisierung. Je höher der Wert ist, desto „stärker“ sind Magnete.
Die Koerzitivfeldstärke Hc beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffes gegen äußere Magnetfelder. Je höher die Koerzitivfeldstärke ist, desto schwieriger lässt sich ein Magnet durch Gegenfelder entmagnetisieren. Dabei unterscheidet man zwischen HcB und HcJ.
Generell sollten folgende Aspekte Beachtung finden:
Welche Bauform wird benötigt? Mit kunststoffgebundenen Magnetwerkstoffen können unterschiedlichste Bauformen realisiert werden. Zudem können diese auch direkt mit Kunststoff umspritzt werden. Dies stellt besonders bei Sensoranwendungen einen Vorteil dar.
Wie soll der Magnet befestigt werden? In diesem Fall bieten sich Magnetsysteme an. Magnete in Kunststoffgehäusen können eingelassen, angeschraubt oder eingeklipst werden. Topfmagnetsysteme oder Magnetsysteme mit Rückschlussplatten können mit verschiedenen Gewinden versehen werden.
Anforderungen an Haftmagnetsysteme:
Neben den generellen Fragestellungen zum Einsatz von Magneten, finden bei Haftanwendungen weitere Überlegungen Beachtung.
Mit Hilfe von Stahltöpfen und Polschuhsystemen werden das Magnetfeld des Magneten fokusiert. Bei direktem Kontakt zum Gegenstück ist die Haftkraft deutlich erhöht. Auf Distanz nimmt die Haftkraft steil ab. Rohmagnete wirken auch bei vorliegendem Luftspalt besser.